Wandern am Glungezer: Von der Halsmarter über die Stalsins Alm nach Tulfein

Eine abwechslungsreiche Bergwanderung über die Stalsins Alm mit herrlichen Ausblicken – und der Möglichkeit, den Rückweg bequem mit der Glungezerbahn zurückzulegen.

Kaum auf der Halsmarter angekommen, kann man eine schöne, nicht allzu schwere Wanderung  mit rund 600 Höhenmetern bergauf unternehmen. Und zwar vorbei an der Stalsins Ziegenalpe (Stalsinsalm) und durch die Berglandschaft des Voldertales am Schartenkogel – und für den Rückweg einfach in die Gondel steigen. Genau diese Kombination wollte ich ausprobieren.

Meine Tour startet beim Alpengasthof Halsmarter auf 1.560 Metern. Von hier wandere ich über die Stalsinsalm hinauf Richtung Tulfein. Unterwegs warten schmale Waldwege, Almgelände, jede Menge Ziegen und mit zunehmender Höhe immer weitere Ausblicke über das Inntal. Fasziniert hat mich die absolute Ruhe auf diesem Weg, bis man die Glocken der Ziegen klingeln hört.

Das Angenehme an dieser Tour: Oben angekommen, muss ich die rund 600 Höhenmeter nicht wieder hinuntergehen. Von der Bergstation des Tulfeinexpresses auf 2.055 Metern bringt mich die Glungezerbahn bequem zurück zur Halsmarter, wo eine gemütliche Einkehr im Alpengasthof ansteht.

Die Tour auf einen Blick

mountain twemoji Wandern am Glungezer: Von der Halsmarter über die Stalsins Alm nach Tulfein

600 Hm

Wanderer

mittelschwer

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1,5–2 h

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Gondel zurück

Tourdaten

Start: Alpengasthof Halsmarter, 1.560 m
Ziel: Bergstation Tulfein, 2.055 m
Strecke: ca. 4,8 km
Aufstieg: ca. 600 Höhenmeter
Gehzeit: ca. 1½ bis 2 Stunden
Charakter: Bergwanderung mit teilweise steilen Anstiegen
Rückfahrt: mit der Glungezerbahn
Highlight: Stalsinsalm mit ihren Ziegen

Karte Halsmarter - Stalsins - Tulfein

Die Angaben basieren auf meiner aufgezeichneten Tour und dienen zur Orientierung. Gehzeit und Anforderungen hängen natürlich von Kondition, Wetter und Wegverhältnissen ab.

Los geht’s bei der Halsmarter

Ausgangspunkt ist die Halsmarter oberhalb von Tulfes, direkt an der Mittelstation der Glungezerbahn.

Blickt man auf die Breite Pistenfläche, so geht es linkerhand zunächst ein kurzes Stück bergauf und dann gleich links anschließend auf einem schönen Weg Richtung Voldertal und Stalsinsalm. Die Abzweigung ist beschildert. Schon auf diesem ersten Abschnitt gefällt mir die Tour: Statt auf einer breiten Forststraße bin ich großteils auf einem schmalen Weg durch Wald und alpiner Vegetation unterwegs.

Noch ist die Wanderung relativ gemütlich. Das wird sich später ändern.

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Mein erstes Highlight: die Ziegen auf der Stalsinsalm

Nach rund zwei Kilometern erreiche ich die Stalsinsalm auf etwa 1.700 Metern.

Und dort warten die eigentlichen Stars dieser Wanderung. Rund um die Ziegenalpe leben im Sommer zahlreiche Ziegen unterschiedlicher Rassen. Die Tiere bewegen sich frei im ziemlich steilen Gelände und sind teilweise recht neugierig.

Bei meiner Wanderung überraschte mich direkt am Bach eine ganze Gruppe. Einige interessiert meine Anwesenheit überhaupt nicht, andere kommen deutlich näher, egal ob jung oder älter.

Hinweis: Die Ziegen sind während der Almsaison auf der Stalsinsalm. Außerhalb der Weidesaison sind keine Ziegen auf der Alm.

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Wer mit Hund unterwegs ist, sollte hier besonders aufmerksam sein. Meine Hündin Luna führe ich selbstverständlich an der Leine und halte Abstand zu den Tieren.

Die Ziegen gehören für mich eindeutig zu den schönsten Erlebnissen dieser Tour – und machen die Wanderung auch für Familien interessant.

Wichtig zu wissen: Die Stalsinsalm ist nicht bewirtschaftet. Wer nur bis zur Ziegenalpe wandert, kann anschließend wieder zur Halsmarter zurückgehen und dort einkehren.

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Nach der Stalsinsalm wird es deutlich steiler

Ich gehe diesmal aber nicht zurück.

Von der Stalsinsalm führt der Steig weiter hinauf Richtung Tulfein. Und spätestens hier wird aus dem gemütlichen Ausflug eine richtige Bergwanderung.

Der Weg gewinnt nun deutlich schneller an Höhe. Gerade der Aufstieg oberhalb der Stalsinsalm ist stellenweise ziemlich steil. Aber diese Passage ist gar nicht so lange und schon bald ist man wieder von Zirben umgeben.

Das sollte man bei der Tourenplanung berücksichtigen: Auf meinen knapp fünf Kilometern kommen insgesamt rund 600 Höhenmeter im Aufstieg zusammen. Gute Wanderschuhe, etwas Kondition und Trittsicherheit sind daher empfehlenswert.

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Dafür wird die Landschaft mit zunehmender Höhe immer offener. Der Wald lichtet sich, und zwischen Zirben, Almrosen und Bergwiesen ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke.

Immer weiter öffnet sich der Blick ins Inntal

Je höher ich komme, desto beeindruckender wird für mich das Panorama.

Unter mir liegt das Inntal, dahinter ziehen sich die markanten Bergketten des Karwendels entlang. Besonders natürlich Kleiner und Großer Bettelwurf im Halltal. An solchen Stellen lohnt es sich, nicht nur auf das Ziel zu schauen, sondern sich zwischendurch einfach umzudrehen.

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Genau dieser Wechsel gefällt mir an der Tour besonders gut: unten Wald und Almgelände mit den Ziegen, weiter oben zunehmend offene Berglandschaft und weite Ausblicke.

Und obwohl die Glungezerbahn nie allzu weit entfernt ist, fühlt sich die Route über die Stalsinsalm wesentlich ruhiger an als die direkten Wege entlang des Skigebiets.

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Nach rund 600 Höhenmetern ist das Ziel erreicht

Nach rund 4,8 Kilometern und etwa 600 Höhenmetern erreiche ich den Bereich der Bergstation Tulfein.

Meine eigene aufgezeichnete Gehzeit war kürzer, für die Tourenplanung würde ich aber etwa 1½ bis 2 Stunden reine Gehzeit einrechnen. Schließlich soll unterwegs auch Zeit für die Ziegen, Fotos und die Aussicht bleiben.

Und jetzt kommt für mich einer der größten Vorteile dieser Tour:

Ich muss nicht wieder 600 Höhenmeter hinuntergehen.

Mit der Gondel entspannt zurück zur Halsmarter

Von der Bergstation Tulfein geht es mit der Glungezerbahn bequem zurück zur Mittelstation Halsmarter – oder gleich weiter hinunter nach Tulfes.

Wer wie ich lieber bergauf als bergab wandert, bekommt damit eine interessante Alternative zu einer klassischen Rundwanderung, die außerdem viel Zeit spart.

Hinauf geht es aus eigener Kraft. Hinunter übernimmt die Gondel.

Vor dem Start sollte man allerdings unbedingt die aktuellen Betriebszeiten der Glungezerbahn und die letzte mögliche Talfahrt kontrollieren.

Hinweis für Sommer 2026:  Der Weg zum Schartenkogel ist in der gesamten Sommersaison 2026 gesperrt. Grund sind die Bauarbeiten des neuen Sessellifts „Schartenkogelexpress“. Meine hier beschriebene Tour endet daher im Bereich Tulfein und führt nicht auf den Schartenkogel.

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Die Wanderung im Video

Einige Eindrücke der Tour habe ich auch gefilmt: vom Weg durch den Wald über die Begegnung mit den Ziegen bis zu den Ausblicken im oberen Teil der Wanderung.

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Mehr Informationen

Und danach? Einkehren bei der Halsmarter

Nach der Gondelfahrt zurück zur Mittelstation bietet sich natürlich eine Einkehr beim Alpengasthof Halsmarter an.

Damit lässt sich die Tour schön zu einem Bergtag am Glungezer kombinieren: mit der Gondel zur Halsmarter, zu Fuß über die Stalsinsalm hinauf Richtung Tulfein, mit der Bahn zurück – und anschließend auf der Halsmarter einkehren.

Wer mit Kindern unterwegs ist und danach noch Energie übrig hat, findet direkt bei der Halsmarter außerdem den Kugelwald am Glungezer.

eis halsmarter Wandern am Glungezer: Von der Halsmarter über die Stalsins Alm nach Tulfein

Mein Fazit zur Tour

Mir gefällt an dieser Wanderung vor allem die Kombination: Sie ist mit rund 600 Höhenmetern durchaus sportlich, ohne gleich eine lange Tagestour zu sein.

Die Ziegen auf der Stalsinsalm, die ruhigen Wegabschnitte und der Blick über das Inntal sorgen unterwegs für Abwechslung. Und dass am Ende kein langer Abstieg wartet, sondern die Gondel, macht die Tour für mich besonders attraktiv.

Mein Tipp: Nicht zu schnell hinaufgehen. Gerade bei den Ziegen und im oberen Bereich mit Blick ins Inntal lohnt es sich, etwas mehr Zeit einzuplanen.

Wanderung mit Törggelen verbinden

Wer die Tour im Oktober macht, kann die Wanderung mit einem Törggele-Abend auf der Halsmarter verbinden. Erst mit der Glungezerbahn hinauf auf 1.560 Meter, anschließend wandern und schließelich Tiroler Schmankerln und einen gemütlichen Abend auf der Halsmarter genießen.

Über den Autor Marco Wegleiter

Ich bin diese Tour im August 2026 selbst gegangen. Die Fotos, Videos und Tourdaten in diesem Beitrag stammen von dieser Wanderung.

Mit meiner Agentur betreue ich den Alpengasthof Halsmarter rund um Online-Marketing, Social Media, Website und Gestaltung. In meiner Freizeit bin ich regelmäßig zum Wandern und Fotografieren in den Tiroler Bergen unterwegs.

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